Amerikaner sind generell sehr freundlich und höflich. „Please“ und „thank you“, „sorry“ und „excuse me“ werden ständig verwendet. Freundlichkeit wird großgeschrieben und ein Lächeln bedeutet keine Anzüglichkeit.
Bei der Begrüßung schüttelt man allen im Raum Anwesenden die Hand. Im persönlichen Gespräch ist angemessener Abstand zu halten. Direkter Augenkontakt ist üblich, nur in engen Räumen etwa im Lift ist er zu vermeiden. Auf korrekte Umgangsformen sowie einen seriösen Umgangston und eine klare Stimme wird großer Wert gelegt.
Anstellen ist üblich, Vordrängen verpönt. Wenn man jemanden unabsichtlich stößt (im Lift oder im Bus), wird eine sofortige Entschuldigung erwartet. Amerikaner plaudern gerne auch mit völlig Fremden, vor allem beim Anstellen und auf Reisen.
Im anglo-amerikanischen Raum ist es üblich, die Speisen vorher zu schneiden und dann nur mit der Gabel zu essen. Die europäischen Tischsitten werden selbstverständlich akzeptiert.
Schwarze sind in den USA ausschließlich als „African Americans“, Indianer als „Native Americans“ und die Spanischsprachigen als „Hispanics“ zu bezeichnen.
Unbedingt erforderlich sind mehrere Kreditkarten (z.B. Amex, Mastercard, Visa); grundsätzlich werden schon geringere Beträge mit Karte bezahlt. Reiseschecks (Visa, Mastercard, Amex) werden weitgehend akzeptiert, sind jedoch heutzutage kaum mehr üblich. Bargeld sollte in kleinen Stückelungen mitgeführt werden. Bargeldabhebungen sind mit der Kreditkarte oder Bankomatkarte (Cirrus) bei Bargeldautomaten (ATM) möglich. Die Gebühr schwankt zwischen 1 und 2 USD. Es ist anzuraten, etwas Bargeld getrennt von der Geldbörse mit sich zu führen, um einen Aggressor im Falle eines Überfalls zufrieden stellen zu können. Die USA sind allerdings weniger gefährlich, als man in Europa vermutet.
Empfehlenswert sind Telefonkarten (z.B. AT&T, MCI, Sprint, etc., bei Zeitungsständen, Drogerien bzw. Supermärkten erhältlich), da das Telefonieren mit diesen in der Regel billiger ist als mit Kreditkarte oder vom Hotel aus. Tri-band Mobiltelefone sind immer mehr verbreitet, das Netz ist jedoch noch nicht so gut ausgebaut wie in Europa.
Als lokale Transportmittel kommen in der Regel nur Taxis und Mietautos in Frage, da das öffentliche Verkehrsnetz mit wenigen Ausnahmen (Chicago, New York, Washington) lückenhaft ist. Vom und zum Flughafen sind Shuttlebusse oder öffentliche Verkehrsmittel empfehlenswert. Beim Einsteigen in Taxis ist immer darauf zu achten, dass der Taxameter eingeschaltet ist. Bei Problemen sollte man den Namen des Taxilenkers bzw. dessen Lizenznummer notieren (am Armaturenbrett oder im Fahrgastraum ersichtlich) und den Vorfall der zuständigen Behörde melden. Mietautos sind häufig billiger als in Europa. Zum Lenken eines Autos in den USA genügt der österreichische Führerschein.Wenn Fahrten nach Kanada oder Mexiko geplant sind, ist ein internationaler Führerschein (erhältlich bei den Autofahrerklubs) notwendig. Vorreservierungen von Mietautos sind vor allem während Messen empfehlenswert.
Alltägliche Bedarfsmittel und Lebensmittel sind grundsätzlich in jeder Stadt rund um die Uhr (Supermarkt, Tankstellen etc.) erhältlich. Die meisten Geschäfte sind auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Die Preise werden generell ohne Umsatzsteuer („Sales Tax“) angegeben, diese beträgt je nach Bundesstaat zwischen 6 und 9 Prozent. Mit Ausnahme von Markenartikeln bei Bekleidung und Kosmetik und technischen Geräten (z.B. Fotoausrüstungen) sind vor allem europäische Prestigemarken in den USA teurer als in Europa. Günstige Einkaufsmöglichkeiten für Markenware bieten Outlet-Stores. Bei der Mitnahme technischer Geräte ist die unterschiedliche Netzspannung (110 Volt, 60 Hz) zu beachten. Videofilme müssen im NTSC-Format sein. Je nach Branche findet das US-System für Masse und Gewichte, zum Teil jedoch auch das metrische System Anwendung. Die Temperaturen werden in Fahrenheit gemessen.