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SRI LANKA

Gesellschaft und Alltagsleben:

In Sri Lanka ist die Hauptreligion der Buddhismus, es gibt aber auch zahlreiche Hindus, Moslems und Christen. Religion spielt anders als in Indien eine eher untergeordnete Rolle – Alkoholgenuss ist - auch unter Moslems- durchaus üblich. Eine gewisse Polarisierung zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen (Singhalesen und Tamilen) sollte nicht übersehen werden, ist aber hauptsächlich ein Instrument der Innenpolitik und wird von der Bevölkerung nicht so trennend empfunden. Zurückhaltung vor Kommentaren zur Innenpolitik sind also angezeigt, ebenso aber ein Interesse am Friedensprozess.

Einladungen und Gepflogenheiten:

Der Srilankese ist sehr gastfreundlich. Hauseinladungen sollten nur bei wirklich zwingenden Gründen abgelehnt werden. Zur Begrüßung ist zwischen Männern das Händeschütteln gebräuchlich, bei Frauen wartet man ab und grüßt allenfalls mit einer kurzen Verneigung. Die zwanglose Unterhaltung, vor allem bei Abendeinladungen, erfolgt immer vor dem Essen, das spät serviert wird. Wegen der verschiedenen Eßgewohnheiten aus religiösen Gründen sind auch Dinnereinladungen fast immer warme Buffets (auf die Eßgewohnheiten sollte übrigens auch unbedingt bei einem Besuch eines Geschäftsfreundes aus Sri Lanka in Österreich geachtet werden). Unmittelbar nach dem Essen ist die Einladung zu Ende. Die österreichische Sitte des gemütlichen Plauderns nach dem Essen bei Kaffee oder Brandy ist in Sri Lanka nicht üblich. Gastgeschenke sind im Allgemeinen nicht üblich, bereiten aber trotzdem Freude. Besonders gut kommen ausländische Produkte, z. B. Porzellan, Kristall (Swarovski), Parfum, Whisky, Cognac, etc. an.

Geschäftsleben:

Trotz der gesellschaftlichen Vielfalt wird der Geschäftsreisende in der Regel englisch sprechenden, gebildeten und der westlichen Kultur gegenüber aufgeschlossenen Menschen begegnen. Ein intensiver persönlicher Kontakt ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Gastfreundschaft, die einem entgegengebracht wird, sollte keinesfalls mit Aufdringlichkeit verwechselt werden, wie auch das Europäern eigene Bedürfnis nach einer gewissen Distanz bei Srilankesen wenig ausgeprägt ist. Zu Terminen mit Ausländern sind Srilankesen meist pünktlich und erwarten dasselbe von der Gegenseite. In Verhandlungen Hast und Hektik zu zeigen, ist unangebracht. Knappe und harte Statements kommen nicht gut an. Es ist empfehlenswert, alles in schriftlicher Form genau und unmissverständlich niederzulegen. Hinsichtlich der Kleidung im Geschäftsleben haben sich vor allem in der kühleren Jahreszeit (Oktober bis März) Anzug und Krawatte durchgesetzt. In der heißen Jahreszeit ist es durchaus üblich, im Safari-Anzug bzw. in Hemd und Krawatte aufzutreten.

Tipps und Tricks:
- Bus- und private Autofahrten sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Der Straßenverkehr ist chaotisch, es gilt Linksverkehr. Bei Fahrten in der Stadt oder bei Überlandfahrten ist ein PKW mit Chauffeur sehr empfehlenswert.
- Auf allen Flugplätzen gibt es unmittelbar vor dem Ausgang "Prepaid Taxi"-Schalter mit offiziellen Tarifen.

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