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LIBANON

Die Jahrhunderte währende Bindung zwischen der Volksgruppe der christlichen Maroniten und Frankreich hat einen westlich-französischen Einfluss zur Folge, der auch heute noch stark ausgeprägt ist. Aufgrund der Vielfalt der Glaubensgemeinschaften (30% Schiitische Muslime, 25% Maronitische Christen, 20% Sunnitische Muslime, 10% Drusen, 10% Orthodoxe Christen, 5% andere) besitzt das libanesische Volk eine Vielfalt voneinander abweichender Sitten und Gepflogenheiten. Der Islam bestimmt zwar weite Bereiche des Lebens, jedoch ist der Libanon jenes arabische Land, in dem die europäische Lebensweise am stärksten spürbar ist. Ausländer sollten sich mit politischen Äußerungen zurückhalten. Die divergierenden Interessen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind für den Außenstehenden kaum durchschaubar.

Libanesen schätzen Komplimente. Besonders sollte der ausgeschenkte Arak hervorgehoben werden.

Das Straßennetz wird zwar seit Ende des Bürgerkrieges intensiv ausgebaut und ausgebessert; viele der Nebenstraßen befinden sich aber noch immer in schlechtem Zustand. Das öffentliche Verkehrsnetz ist noch mangelhaft. Einzig Taxis und Linientaxis stehen überall zur Verfügung. Der Benzinpreis ist im Vergleich zu Europa niedrig (Dieselbetriebene Pkw sind nicht zugelassen). Die Fahrweise im Straßenverkehr ist für Europäer stark gewöhnungsbedürftig und oft gefährlich. Äußerste Vorsicht im Straßenverkehr ist daher angebracht. Eine Regelung bei Unfällen ohne Personenschaden erfolgt oft mit dem Unfallgegner an Ort und Stelle – die Außenhandelsstelle Damaskus rät daher zu besonderer Vorsicht.

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