Aus der buddhistischen Prägung erwachsen die Regeln des täglichen Lebens, die von den Besuchern respektiert werden sollten. In Bergregionen unbedingt durch Totemzeichen gesperrte Orte achten. Pagoden (Tempel) dürfen nur ohne Schuhe betreten werden! Man sollte niemals mit den Füßen auf etwas bzw. jemanden zeigen. Vor allem beim Sitzen auf dem Fußboden sollte man stets auf die Ausrichtung der Füße achten und diese nie auf Buddhafiguren oder Mönche richten. Buddha ist immer eine heilige Person, und es gilt als verpönt, eine Buddhastatue an einem ihr nicht angemessenen Ort zu platzieren. Niemals sollen Frauen einen Mönch berühren oder ihm direkt etwas übergeben (stets durch eine männliche Person überreichen lassen).
Sittsame Kleidung ist erwünscht und besonders beim Besuch von Pagoden angebracht, d.h.möglichst wenig Haut zeigen, lange Hosen bzw. Röcke. Niemals laut werden oder wild gestikulieren - wer so einmal bei den Laoten sein Gesicht verloren hat, wird im Weiteren selten ernst genommen. Den Laoten sollte zur Begrüßung kein Händedruck aufgedrängt werden, ein Wai (vor der Brust gefaltete Hände) begleitet das Begrüßungswort „Sabaidii“.
Es sei jedem Besucher angeraten, niemals die Geduld zu verlieren. Das laotische „Macht nichts“ ist nicht nur Redensart, sondern Lebensphilosophie. Ein freundliches Lächeln auch in komplizierten Situationen hilft stets weiter und beruhigt die Nerven.
Wer sich nicht auf Busse, Taxis, Chum Boos u.ä. verlassen möchte, der wird selbst mit dem „chaotischen“ Straßenverkehr in Laos konfrontiert. Die Verkehrsregeln kommen den in den meisten europäischen Ländern geltenden Bestimmungen zumindest theoretisch recht nahe, in der Praxis jedoch gilt meist das Recht des Stärkeren. Bei Unfällen auf jeden Fall die Polizei kontaktieren und ein ordentliches Protokoll aufsetzen lassen.
Die Ausfuhr von Kunstgegenständen und Antiquitäten, die älter als 50 Jahre alt sind bzw. von Buddhafiguren ist untersagt.