Verweise auf die engen Verbindungen zu Österreich und die gemeinsame Geschichte werden immer gerne gehört, zumal sich Kroatien in vielen Dingen am österreichischen Vorbild misst. Obwohl Deutsch und Englisch weit verbreitet sind und als Geschäfts- und Korrespondenzsprachen häufig Verwendung finden, ist es zweckmäßig, Grundkenntnisse der kroatischen Sprache zu besitzen bzw. über einen lokalen Mitarbeiter zu verfügen, wenn Geschäftsbesuche absolviert werden. Der Einsatz slowenischer oder serbischer Mitarbeiter für die Bearbeitung des kroatischen Marktes ist nicht immer vorteilhaft. Politische Diskussionen oder Stellungnahmen, insbesondere zum ''Vaterländischen Krieg'', sollten vermieden werden. Kroaten sehen sich nur bedingt als Teil ''Südosteuropas''. Vergleiche mit Serbien oder Bosnien werden als unangebracht empfunden, der Ausdruck ''Balkan'' wird durchwegs als Beleidigung angesehen. Im allgemeinen Selbstverständnis der Bevölkerung wird Kroatien als natürlicher Teil Mitteleuropas wahrgenommen.
Öffentliche Verkehrsmittel sind nur bedingt zu empfehlen. In der Regel ist mit überfüllten Bussen und Straßenbahnen zu rechnen. Taxis sind in größeren Städten in ausreichender Zahl vorhanden, die Preise sind mit jenen in Österreich vergleichbar.
Wer seinen Urlaub an deradriatischen Küste verbracht hat, sollte nicht verabsäumen, seinem Geschäftspartner über die Schönheiten der kroatischen Küste zu berichten. Dieses unerschöpfliche Thema ist ein guter Ausgangspunkt für jedes Gespräch und wird immer dankbar aufgenommen. Geschätzt werden neben kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten vor allem auch Einladungen nach Österreich.