Prinzipiell sollte jeder die Religion seines Gastlandes respektieren; Tempel sollten daher nur ordentlich bekleidet, d.h. keine kurzen Hosen oder knappe T-Shirts, betreten werden. Beim Betreten eines Tempels stets die Kopfbedeckung abnehmen und auf jeden Fall die Schuhe ausziehen.
Man sollte niemals mit den Füßen auf etwas bzw. jemanden zeigen. Vor allem beim Sitzen auf dem Fußboden sollte man stets auf die Ausrichtung der Füße achten und diese nie auf Buddhafiguren oder Mönche richten. Buddha ist immer eine heilige Person, und es gilt als verpönt, eine Buddhastatue an einem ihr nicht angemessenen Ort zu platzieren. Frauen sollten Mönchen gegenüber zurückhaltend sein, sie nicht berühren, sich nicht neben sie setzen oder sich mit ihnen fotografieren lassen. Anders als in Thailand darf eine Frau in Kambodscha die Gabe eines Mönchs annehmen, sollte ihn aber dabei nicht berühren.
Für Buddhisten ist der Kopf im Gegensatz zum Fuß ein heiliger Körperteil. Deshalb sollte man niemals den Finger auf eine Buddha-Statue oder einen Menschen richten bzw. niemandem auf den Kopf fassen.
Es ist unhöflich und macht einen schlechten Eindruck, wenn man Ärger zeigt, indem man schreit oder beleidigend wird; außerdem erreicht man gewöhnlich damit nicht viel. Möchte man jemanden herbeirufen, bewegt man die ganze Hand, wobei die Handfläche nach unten gerichtet sein muss.
Den Kambodschanern sollte zur Begrüßung kein Händedruck aufgedrängt werden; Sie begrüßen sich traditionell mit dem sompiah, indem sie die Hände vor ihrem Oberkörper wie zum Gebet falten und sich verbeugen. Vor Betreten einer Khmer-Wohnung müssen immer die Schuhe ausgezogen werden und es ist angebracht ein kleines Gastgeschenk mitzubringen. Wenn man jemandem etwas geben möchte, benutzt man entweder beide Hände oder nur die rechte Hand, niemals die linke.
Die Verkehrssituation in Kambodscha ist sehr chaotisch; wer sich in Phnom Penh ein Motorrad mietet, muss sehr gut aufpassen und auf alles gefasst sein. Der Verkehr fließt auf beiden Straßenseiten in alle Richtungen. In Kambodscha sollte man die markierten Pfade unter gar keinen Umständen verlassen, man ist weder am Rande von Reisfeldern noch von Straßen vor Landminen sicher.